Heilige Birma

Heilige Birma
@ VadimBorkin | depositphotos.com

Die heilige Birma

Sie ist zutraulich wie kaum eine andere. Eine Miezekatze die man einfach lieb haben muss. Verspielt, anhänglich und menschenbezogen ist die heilige Birma eine der besten Familienkatzen, die es gibt.

Herkunft und Rassegeschichte der heiligen Birma

Ihre Geschichte geht laut Zuchtliteratur bis ins Jahr 1915 zurück. Doch der endgültige Rassestandard bildete sich erst in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts heraus. Die heilige Birma gehört zu den eher kleineren Hauskatzen-Rassen. Ihre Wiege steht in Frankreich. Bereits im Jahre 1925 wurde sie vom dortigen Zuchtverband offiziell als eigenständige Rasse anerkannt.

Züchter hatten sich zum Ziel gesetzt, die goldene Mitte zwischen der Siam, (Kurzhaar und der Perser, (Langhaar) zu finden und daraus eine eigene Katzenrasse zu entwickeln. Dies gelang auch erst einmal. Doch im Laufe der Zeit änderte sich das Erscheinungsbild. Deshalb dauerte es auch noch bis ins Jahr 1966 hinein, bis die Birma Katze auch im englischen Zuchtverband ihre Anerkennung fand. Die Amerikaner warteten damit sogar noch ein weiteres Jahr. Heute könnte man in ihr auch die Schwester der Ragdoll Katze erkennen. Denn sie sieht ihr verblüffend ähnlich.

Erscheinungsbild der heiligen Birma

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Bei der heiligen Birma bzw. Birma Katze handelt es sich um ein kleines bis mittelgroßes Fellnäschen. Sie gehört zur Gruppe der Point-Katzen. Mit den Points sind dunkle Flecken im Gesicht, an den Beinen, den Ohren und am Schwanz gemeint. Ansonsten ist das Fell sehr hell. Es sind verschiedene Farbtöne möglich. Die Point Farben entstehen durch Mutationen, wobei es sich um einen partiellen Albinismus bzw. Akromelanismus handelt. Genauer erklärt sprechen wir hier von einem Gendefekt, welcher diese Point Farben erzeugt.

Zu den Besonderheiten einer Birma Katze gehören auch die schneeweißen Pfötchen an ihren kurzen, stämmigen Beinen. Der hübsche kleine Stubentiger trägt sozusagen weiße Handschuhe. Ansonsten ist der Körper dieser Katze von muskulöser und kräftiger Struktur. Er ist lang gestreckt und mittelschwer. Insgesamt beträgt die Kopf-Schwanz-Länge etwa 50 cm.

Der Schädel fällt für ihre Größe sehr kräftig aus. Das Kinn ist ausgeprägt. Die Wangen sind voll und rund. Die Konturen des Kopfes bilden ein stumpfes Dreieck mit leichten Abrundungen. Die Augen der heiligen Birma sind leicht oval und von tief blauer Farbe. Sie hat mittelgroße Ohren, die am Ansatz ebenso breit wie hoch- und an den Spitzen abgerundet sind.

Das Fell ist je nach Körperpartie unterschiedlich. Am Rücken, an den Seiten und am Hals trägt die Birma Katze ein halblanges bis langes Haarkleid. Im Gesicht ist das Fell etwas kürzer, wobei sich von den Wangen aus eine Halskrause bildet. Ihr Schwanz ist mittellang und formt einen Federbusch. Strukturell gesehen hat die Katze ein Fell mit seidigem Deckhaar und einer leichten Unterwolle.

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Wesen und Charakter der heiligen Birma Katze

Sie ist wirklich eine heilige. Ihr besonders starkes, menschenbezogenes Wesen macht sie zur idealen Familienkatze. Die heilige Birma ist lieb zu jedem dem sie begegnet. Im Gegenzug will sie aber auch von Ihnen umsorgt, geliebt und beschäftigt werden.

Manchmal will Mieze aber auch einfach Katze sein. Sie weiß sehr gut, wie ein richtiges Katzenleben aussieht. Bis ins hohe Alter hinein spielt sie und freut sich ihres Lebens. Und warum nicht auch mit Ihnen. Ihre Sinne sind wach, die Reflexe gut. Provieren Sie es doch einfach mit einem Feder-Wedel oder einer Spiel-Angel.

Haltung und Pflege

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Es scheint, als wäre die heilige Birma nur für die Haltung im Haus oder in der Wohnung gezüchtet worden. Falls Sie eine Wohnungskatze mit mittellangem Haar und von sanfter Natur suchen, ist eine Birma Katze genau das richtige für Sie. Es gibt wirklich nichts Zutraulicheres. Das birgt allerdings auch eine kleine Gefahr. Denn wenn Sie so einer Mieze Freigang gewähren, könnten sie unter Umständen irgendwann vergeblich auf ihre Heimkehr warten. Der Grund ist nicht, dass sie weg läuft. Es sind eher andere Katzenfreunde in der Umgebung, die Gefallen an ihr finden und sie einfach mitnehmen. Das Problem: Die heilige Birma ist nicht nur eine wunderschöne Katze. Sie mag auch jeden Menschen und lässt sich von jedem einfangen.

Birma Katzen verstehen sich gut mit anderen tierischen Hausbewohnern. Da sie nicht gerne lange allein sind empfiehlt es sich, über eine Zweitkatze nachzudenken. Wenn Sie nicht das Glück haben, zwei aus einem Wurf zu bekommen, sollten die Katzen wenigstens ungefähr im gleichen Alter sein.

Die Pflege einer heiligen Birma erfordert etwas Aufmerksamkeit. Es wird empfohlen, ihr halblanges Seidenfell mindestens zwei Mal wöchentlich zu bürsten. Das macht sich ziemlich leicht, weil es aufgrund der wenigen Unterwolle so gut wie gar nicht zu Verfilzungen kommt. Und eines ist gewiss: Ihre Mieze wird es genießen. Schließlich liebt sie Streicheleinheiten.

Krankheitsanfälligkeiten bei der heiligen Birma
In Punkto Gesundheit müssen auch bei der Birma Katze die Zuchtbedingungen berücksichtigt werden. So ist es nicht ausgeschlossen, dass sie in Folge mehr oder weniger starker Inzucht oft kränkelt. Manche Birma Katzen leiden auch unter Immunschwäche. Oder sie sterben früher als andere Katzen.

Kleiner Tipp: Eine gesunde Ernährung von Anfang an kann das Immunsystem Ihrer heiligen Mieze grundlegend stärken und sie vor Krankheiten schützen. Außerdem können regelmäßige Tierarzt Besuche dazu beitragen, erste Signale zu erkennen. Der Doktor kann Krankheitserreger schon im jungen Keim ersticken und möglicherweise den Krankheitsausbruch verhindern.

Steckbrief heilige Birma

Rasse: heilige Birma, (auch Birmakatze oder Birma)
Ursprungsland: Frankreich

Größe: mittelgroß, Kopf-Schwanzlänge etwa 50 cm
Gewicht: 3,5 bis 4 kg Katze, 4,5 bis 6 kg Kater

Augenfarbe: tief blau

Fellfarben: alle Point Farben zulässig, jetzt auch Tortie und Taby Muster

Charakteristika: mittel
Bewegungsdrang: mittel
Lautstärke: gering

Pflegeaufwand: mittel
Zeitaufwand: mittel

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