Maine Coon Katze

Maine Coon Katze
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Die Maine Coon Katze

Wer Harry Potter kennt, hat auch die intelligente Hunde-Katze „Mrs. Norris“ kennengelernt. Viele Leser haben sich vielleicht schon gesagt: „So eine hätte ich auch gern!“ Kein Problem: Hier ist sie.

Herkunft und Rassegeschichte der Maine Coon Katze

Bei der Maine Coon handelt es sich um eine aus den USA stammende Hauskatzen-Rasse. Genauer gesagt entstand diese Katzenrasse im nord-östlichen Bundesstaat Maine. Die Rassenbezeichnung setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Den ersten Teil bildet der Herkunftsort Maine. Der zweite, (die Silbe Coon), stammt aus dem englischen Wort „Raccoon“, auf Deutsch „Waschbär“. In Körperbau und Felllänge scheint die Katze den Gründer der Rasse an einem Waschbären erinnert zu haben.
Wie wir wissen, waren Waschbären schon immer in Nord-Amerika beheimatet.

Erstmalig hörte man von dieser Halblanghaar-Katze aus Main im Jahre 1860 während einer Landwirtschaftsmesse. Fünfunddreißig Jahre später, (1895), fand in New York eine Katzenausstellung statt, wo eine Maine Coon Katze die Best in Show gewann. Doch irgendwann geriet diese Rasse in Vergessenheit. Erst zu Beginn der 1950er Jahre wurde die Maine Coon von einem Züchter-Verein Namens Central Cat Club wieder ins Leben gerufen: War sie doch eine ganz besondere und außerordentlich intelligente Hauskatze.

Im Jahre 1973 war es endlich soweit: Die Maine Coon wurde von verschiedenen US Katzenzüchter-Verbänden als eigenständige Katzenrasse anerkannt. Auf internationalem Gebiet dauerte es mit der Anerkennung durch die großen Züchterverbände allerdings noch bis 1982. Denn die außerordentlich kleine genetische Basis der Maine Coon Katze stellt ein großes Problem dar.

Aus der Population der natürlichen Hauskatzen wurden fünf ausgewählt, mit welchen letztendlich diese neue, genetisch fertige Katzenrasse begründet wurde. Man bezeichnet sie heute als „Fundation-Tiere“. Alle Maine Coon Katzen gehen auf mindestens eine dieser Tiere zurück. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass viele Maine coons aufgrund dieser Inzucht mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen haben.

Erscheinungsbild der Maine Coon Katze

Maine Coon Katze
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Wir haben hier eine der größten Hausrassekatzen überhaupt. Während die Katze mittelgroß bis groß wird, können Kater Übergrößen erreichen. Die größten übersteigen mit einer Kopf-Schwanz-Länge von 120 cm und einem Körpergewicht von 12 kg schon die Norm einer Hauskatze.

Die Maine Coon Katze ist schlank und muskulös gebaut, wobei der Brustkorb etwas breiter ausfällt. Der Schwanz ist buschig. Als besonders markantes Zeichen fallen die kräftigen Pfoten auf. Deswegen hat sie sich auch den Namen „Schneeschuhkatze“ eingefangen. Bei einigen Maine Coon Katzen sind aufgrund eines Inzucht bedingten Gen-Defektes besonders viele Zehen erkennbar.

Der Kopf einer Maine Coon ist keilförmig abgerundet, was ihn etwas fremdländisch erscheinen lässt. Ihre Ohren sind groß und breit angesetzt. Auffällig wirken auch die sehr großen, weit auseinanderstehenden Augen.

Wesen und Charakter Der Maine Coon Katze

Falls Sie Platz für eine große Katze haben und einen ruhigen, anhänglichen und dennoch verspielten Kuschelbären suchen, finden Sie in einer Maine Coon Katze genau den richtigen Partner. Ihr soziales Verhalten gegenüber Menschen und Artgenossen ähnelt dem einer Britisch Kurzhaarkatze. Einsamkeit liebt sie nicht und ihre Neugier ist ebenso groß. Auch wird sie Ihnen ebenfalls auf Schritt und Tritt folgen wie ein Hund.

Maine Coon Katzen kommunizieren gerne lange und ausdauernd. Dabei fällt auf, dass ihr „Miau“ ziemlich hoch klingt. Manchmal äußern sie sich auch durch typisch gurrende Laute. Wir kennen diese Katzen noch unter den Bezeichnungen: „sanfter Riese“ und „Hundekatze“. Letztere brachte ihr ihre Intelligenz und die besonders enge Beziehung zum Menschen ein. Vielleicht erinnert sich manch einer an den berühmten Maine Coon Kater Maximus? Sie können mit so einer Katze problemlos Spazierengehen wie mit einem Hündchen. Beim Spielen versteht sie es sogar zu apportieren.

Maine Coon Katze
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Haltung und Pflege

Die Maine Coon ist eine sehr lebhafte Katze und nur in einem Zuhause mit Freigang wirklich glücklich. Dies zeigt schon die Tatsache, dass sie gerne tobt und jagt. Ein Häuschen mit Garten wäre ihr am liebsten.

Wohnungshaltung ist nur möglich, wenn die Wohnung groß und geräumig genug ist. Es muss viel Platz für einen großen stabilen Kratzbaum mit ausreichend Liegeflächen und Möglichkeiten zum Spielen und klettern da sein. Auch für Rückzugsmöglichkeiten wie Höhle oder Tunnel und eine große Katzentoilette müssen Sie sorgen. Noch besser wären zwei Toiletten.

Für die Pflege einer Maine Coon Katze müssen Sie sich etwas mehr Zeit einräumen als bei kurzhaarigen Hauskatzen. Das mittellange und dichte Fell muss regelmäßig gebürstet werden. Es ist bei Halblanghaar und Langhaar Katzen wichtig, Verfilzungen zu vermeiden und den vielen ausfallenden Haaren Herr zu werden. Doch wenn Sie das Bürsten als gefühlvolle Streicheleinheit zum täglichen Ritual machen, werden Sie es ebenso genießen wie Ihr Stubentiger selbst.

Krankheitsanfälligkeiten bei der Maine Coon Katze

Maine Coon Katze
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Wie bereits erwähnt, haben diese Katzen unter den Folgen mehr oder weniger starker Inzucht zu leiden. Dem entsprechend sind sie auch nicht unbedingt vor Erbkrankheiten gefeit. Folgende Erkrankungen sind typisch für Inzucht belastete Katzen:
Herzkrankheiten, Gelenk-erkrankungen, Störungen im Nervensystem, spinale Muskelatrophie, PKD, (eine polyzystische Nierenerkrankung) sowie allgemeines Kränkeln oder Immunschwäche. Doch Sie können auch Glück haben. Es gibt auch Maine Coon Katzen, die sich guter Gesundheit erfreuen.

Empfehlung: Lassen Sie Ihren Liebling in regelmäßigen Abständen von Ihrem Tierarzt durch Checken. So können erste Anzeichen schnell erkannt- und behandelt werden. Das ist wichtig. Denn einige Krankheiten wie die Herzerkrankung „Hypertrophe Kardiomyopathie“ enden oft mit dem Tode.

Steckbrief Main Coon Katze

Rasse: Maine Coon Katze
Ursprungsland: USA

Größe: groß bis sehr groß, Schulterhöhe bis 40 cm, Kopf-Schwanzlänge bis 120 cm
Gewicht: 4,0 bis 6,5 kg Katze, 5,5 bis 9,0 kg Kater, (in Ausnahmen 12 kg

Augenfarben: alle Farben erlaubt, sollten zur Fellfarbe passen
Felllänge: Halblanghaar bis Langhaar
Fellfarben: alle Farben

Charakteristika: hoch
Bewegungsdrang: hoch
Lautstärke: hoch
Pflegeaufwand: mittel
Zeitaufwand: mittel

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